Erstversuch einer nMM von Neuling

Thomas-MM
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Re: Erstversuch einer nMM von Neuling

Beitrag von Thomas-MM »

So ... ich habe mich entschieden ... ich werde Ralf seine Methode zum verkleben Deck/Rumpf anwenden.
Also wurde jetzt erstmal ‚nur‘ die Kieltasche mit dem Deck verklebt ... und da ich doch unsicher bin und an der Klebestelle keinen Einfluss der Schwerkraft befürchteten muss ... habe ich doch wieder Uhu-Endfest genommen. An dem Bild kann man es nicht so gut erkennen, aber der Kleber ist halbwegs ordentlich auch über die Klebestelle ausgetreten (ohne Zuviel verwendet zu haben=Gewicht) und an der Stelle mit dem Pfeil bin ich mir sicher das auch dort keine Undichtigkeiten auftreten ... also wollen wir mal hoffen ... morgen oder die Tage geht es dann an die Decksverklebung mit 4 Händen
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Vielleicht mache ich heute Abend noch einen Reservesatz von einbahnigen da ich noch Gittermylar hier habe und ein wenig Zeit ;)
bleibt gesund,
viele Grüße
Thomas
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bora
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Re: Erstversuch einer nMM von Neuling

Beitrag von bora »

Hallo Thomas,

was du bisher hier gezeigt hast, sieht sehr akkurat aus, Respekt. Das letzte Bild mit der Lupe kann ich allerdings nicht ganz nachvollziehen.

Ob die Verklebung von Rumpf und Deck in den dargestellten Schritten von mir ist oder ob ich das vor zehn Jahren mal irgendwo so oder so ähnlich gefunden habe, weiß ich gar nicht mehr. Vermutlich eine Mischung aus beidem.

Einen Kommentar hätte ich:
Dass die Fockschotdurchführung etwas über das Deck hinaussteht ist eigentlich eine gute Sache. Ein Abschluss auf Deckshöhe würde den Wassereintritt bei viel Wind, beim Tauchen oder bei Regen fördern. Allerdings, wenn das Röhrchen zu hoch ist, keine Schräge oder gar eine Kante hat, kann sich die Fockschot daran festhängen, vorzugsweise bei killendem Vorsegel oder auch mal bei einer Halse.

Ein ringsum angeformter Kegel oder 4 bis 5 schräge Spanten können helfen, das zu verhindern. Natürlich ist das leicht auch nachträglich noch umzusetzen.
Der Durchmesser der Durchführung sieht auch etwas groß aus. Ich habe da immer ein Stück Kunststoff Bowdenzug Innenrohr eingesetzt. Das kann man mit etwas Wärme auch noch schön in Form biegen, um unter Deck die Richtung zum Servo vorzugeben. Ein einigermaßen dünnes und langes Röhrchen verhindert den Wassereintritt sehr zuverlässig und erhöht im Gegensatz zu einigen Befürchtungen die Reibung überhaupt nicht.

Jetzt noch zwei Fragen. Kannst du mal den Abstand der Drahtöse zum Bug messen und falls du eine Schieblehre hast die Materialstärke des Decks am Spiegel?

Grüße
Ralf
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Thomas-MM
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Re: Erstversuch einer nMM von Neuling

Beitrag von Thomas-MM »

Hi Ralf,

damit keine Missverständnisse aufkommen wie ich gemessen habe ;) ein Bild erklärt mehr wie viele Worte:
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Und ich komme jetzt an des Heck im Moment nicht dran ... aber meine zu erinnern das Messungen „hier und da“ fast durchgängig 1,00mm ergeben haben ... sonst muss ich da morgen nochmals nachmessen da jetzt alles zum trocken unantastbar auf der Werkbank liegt :roll:

Hoffe Dir trotzdem geholfen zu haben,
schönen Abend
Thomas
Thomas-MM
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Re: Erstversuch einer nMM von Neuling

Beitrag von Thomas-MM »

bora hat geschrieben:
19.11.2020, 19:21

Das letzte Bild mit der Lupe kann ich allerdings nicht ganz nachvollziehen.
Das ist keine Lupe sondern ein Spiegel der die Verklebung des Deck von unten/innen zeigt ;)
Thomas-MM
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Re: Erstversuch einer nMM von Neuling

Beitrag von Thomas-MM »

bora hat geschrieben:
19.11.2020, 19:21

Allerdings, wenn das Röhrchen zu hoch ist, keine Schräge oder gar eine Kante hat, kann sich die Fockschot daran festhängen, vorzugsweise bei killendem Vorsegel oder auch mal bei einer Halse.
Tja will soll ich sagen ... bin halt noch Swing-Rigg geschädigt :lol: mal abwarten, bis das die Schot das erste mal hängen bleibt lass ich es vorerst so :roll:
Thomas-MM
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Re: Erstversuch einer nMM von Neuling

Beitrag von Thomas-MM »

Hallo zusammen,

nachdem ich viele Abende mit Trockenübungen verbracht habe, wurde gestern das Deck mit dem Rumpf und dem für mich neuen Uhu Plast Spezial verklebt. Auch habe ich eine andere Methode verwendet, und zwar „über Kopf“ d.h. auf dem Deck liegend den Rumpf von oben aufgesetzt. Mir war der Kleber dann doch lieber wie Stabilit Express, u.a. wegen dem Gewicht und Transparenz. Ich bin zufrieden, es hat sehr gut geklappt. Man kann unten im Bild erkennen das der Kleber ordentlich, aber auch nicht zu viel, gleichmäßig aus der Klebefläche ausgetreten ist, ohne irgendwo eine Beulenpest ausgelöst zu haben:

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Ob nachfolgendes nur ein Problem meiner Teile ist kann ich nicht abschätzen, auf jeden Fall war an dem Decksüberhang der Rumpf weitaus länger wie das Deck, und wenn die Rumpfkanten gleichlang angepasst werden entsteht ein großer Spalt, der doch dann mit spaltfüllendem Stabilit aufgefüllt werden musste damit es ordentlich aussieht, auch das ist bereits erledigt und mit weißer Farbe versehen. (Bild wird vom fertigen Ergebnis nachgereicht)

Kommen wir nun zu ein paar Anmerkungen die mir noch aufgefallen sind:

Die M2x10- Schraube des Lümmelbeschlag am Großbaum ist zu kurz, das Gewinde greift nicht richtig in die Sicherungsmutter:

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Das muss unbedingt noch geändert werden, aber ich hatte keine M2x15mm zur Verfügung, muss ich noch erledigen.

Wie schon von anderen erwähnt, haben die Stopper an den Bäumen auch aus meiner Sicht viel zu wenig Reibung und wurden alle von mir durch alt bewährte Typen ersetzt. Dabei denke ich die Kraft mit der sie montiert werden ist schon gut, aber da sie halt so schmal und aus recht glattem Material sind, haben sie nicht die notwendige Festigkeit auf dem Baum.

Davon mal abgesehen, habe ich auch den Fockbaum gleich fachgerecht entsorgt, etwas fester anfassen und er hat gleich seine viel zu dünne Wandstärke mit leichtem Knirschen bestätigt, auch der wurde aus dem Bestand gegen ein stabileres, dickwandigeres 4mm- CFK Rohr ersetzt. Bei Großbaum und Mast lass ich das erstmal so ... mal schauen wie lange die halten.

Die Lösung mit der offenen Öse am V2A- Ring bei beiden Schotbefestigungen erachte ich als sehr störanfällig, wenn da nicht immer Druck auf der Schot ist kann sich diese Verbindung lösen. Das wird auf eine verschließbare Haken- Lösung umgebaut, wie ich überhaupt die Schotführung an Fock und Groß ändern werde auch damit ich später mal ohne Probleme komplette Riggs einfach und schnell wechseln kann. Auch die Befestigung der Fock an Deck werde ich mit dem weißen Klemmschieber ausführen, der passt exakt so durch die so in Höhe montierte Öse so dass auch dort ein einfacher Wechsel des Rigg zukünftig klappen sollte. Ich habe die Dinge mal grob so ausgelegt wie ich das dann die Tage montieren will:

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Als fehlendes Fockgewicht wurde von mir ein Gestängeanschluss (5gr) aus dem Bestand genommen.

Fazit bis hier hin, es ist ein ordentlicher Baukasten mit leichten Schwächen in ein paar wenigen Details, aber das kleine Böötchen gefällt mir schon jetzt richtig gut ... und eine Segelnummer habe ich nun auch :)

Viele Grüße und bleibt gesund,
Thomas
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bora
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Re: Erstversuch einer nMM von Neuling

Beitrag von bora »

Hallo Thomas,

der Abstand der Öse vom Bug sah auf einem Bild sehr klein aus, deshalb meine Frage. 50mm ist aber etwa so, wie es sein soll.

Wenn das Deck auch noch 1mm Wandstärke hat, dann kann das Boot bei vernünftigem Zusammenbau schwerlich übergewichtig werden.

Am oberen Ende der Masttasche ist ein Wassereintritt in den Rumpf sehr unwahrscheinlich. Da muss ja eigentlich nur die ovale Mastöffnung richtig abgedichtet werden. Wenn Wasser in die Masttasche kommt, dann gießt man das nach dem Segeln einfach wieder aus, damit da drin keine Seerosen wachsen. Oder man hat vor dem Verkleben ganz unten eine Verbindung (Wasserablauf) zur Kieltasche gemacht. Der Hinweis kommt jetzt natürlich etwas spät :oops:

Die „über Kopf“ Methode beim Verkleben war genau richtig. Ich mache das auch so, aber anscheinend ist das in meinem Baubericht nicht rübergekommen?

Der Rumpf war auch bei der V2 deutlich länger als das Deck. Entscheidend ist, dass die Masttasche senkrecht eingebaut wird. Wenn dann noch ein Überstand da ist, einfach so lassen, Länge läuft.

Die vorgesehene Riggbefestigung habe ich mir noch nicht ganz genau angesehen. Auf den ersten Blick sah das vernünftig aus. Aber ich habe da so meine eigene Methode und kann damit ein Rigg in einer Minute wechseln.

Das Fockgewicht sieht aus, als wäre es etwas unterdimensioniert. Das wirst du später vermutlich noch feststellen. Beim Niederholer fehlt ein Silikonschlauche zur Sicherung. War der nicht dabei?

Schöner Bericht. Die festgestellten Schwächen werden mit Sicherheit weitergeben.

Warte mal ab, bis das Bötchen fertig ist. Es beschleunigt nicht so schnell wie eine RG 65, aber es gibt kaum Bedingungen, bei denen du es nicht segeln kannst… Und surfen geht auch ganz gut https://youtu.be/-CEdVjiLqtc

Viele Grüße
Ralf
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Re: Erstversuch einer nMM von Neuling

Beitrag von Thomas-MM »

Hallo Ralf,

das Loch in der Masttasche oder auch der Fockbefestigung im Rumpf fahren einige, oftmals bei IOM ... aber mir gefällt das irgendwie nicht :cry: lieber ein Böötchen so bauen das es trocken ist ... und wenn dann mal wegen schlecht Wetter Wasser eintritt lieber umdrehen :D

Mit der Decks-/Rumpfkante habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt, ich denke nachfolgendes Bild zeigt nun was ich meinte, da konnte man schon erahnen das durch die unterschiedlichen Radien da „innen“ ein Loch entsteht :shock:

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Silikonschläuche sind dabei, aber für die Bäume will/werde ich die nicht verwenden da ich die optisch nie schön fand und beim Niederholer wird das ggf. noch nachgerüstet wenn der Punkt am Großbaum definitiv fest liegt.

Und das mit dem Fockgewicht wird genau wie von Dir beschrieben dann „ersegelung“ sein, das Teil lag halt nur so dumm rum und hat jetzt erstmal Verwendung gefunden, kann aber jederzeit ausgetauscht werden.

Die Woche wird nicht weiter viel passieren, bis auf das ich verschiedene Methoden der Riggbefestigung durchspielen werde, mal sehen welche Lösung es bei mir nachher wird,

bis dahin bleibt gesund
Thomas
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bora
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Re: Erstversuch einer nMM von Neuling

Beitrag von bora »

Hallo Thomas,

die „Passung“ am Heck sieht sehr gut aus. Das hatten wir noch nie besser. Wenn in dieser Position auch noch die Kieltasche passt, dann kommt man offensichtlich mit minimalem Stabilit-Einsatz hin.

Der Silikonschlauch am Niederholer verhindert nicht die Einstellung; er sorgt aber dafür, dass sie so bleibt.

Thomas Dreyer hat mal irgendwo beschrieben, wie man den Fockbaum auspendelt. Grob zusammengefasst: Komplett fertig aufgeriggt auf die Seite drehen und das Gewicht verschieben oder verändern, bis der Baum annähernd in der Horizontale ist. Da der Baum bei der MM so kurz ist, neigt er gerne mal zum Pendeln, vor allem bei leichtem Wind mit etwas zu hoher Spannung auf dem Rigg.

Bin gespannt auf deine Rigglösung.

Grüße
Ralf
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GER30
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Re: Erstversuch einer nMM von Neuling

Beitrag von GER30 »

Hallo Thomas,
finde, das läuft sehr gut mit dem Bau deiner NMM!
Es haben sich in deinem Bericht einige Fragen angesammelt, die ich beantworten möchte.

- Größe der Bauteile, hier Rumpf und insbesondere Decksbreite.
Mir liegen mehrere Rümpfe und Decks aus verschiedenen Produktionsserien vor.
Es hab Vorserie aus 1,3 mm ABS, 1. Produkt-Serie aus 1,3 mm ABS Material, 2. Produkt-Serie (kommt, ist in Vorbereitung) aus 1,0 mm ABS Material

- Zur Decksbreite
Ich habe eine rMM aus der "guten" Serie von Graupner, eine NNM 1,3 mm und eine NMM 1,0 mm gemessen. Das ergab folgende Tabelle:

Maße-Decksteile-Tab.jpg
Maße-Decksteile-Tab.jpg (30.33 KiB) 79 mal betrachtet

An diesen Stellen habe ich die Decksbreite gemessen:
Meßlinien-Decksbreite.jpg
Meßlinien-Decksbreite.jpg (391.6 KiB) 94 mal betrachtet

Bei den Rümpfen
sind mir bisher keine gravierenden Abweichungen aufgefallen, was z. B. die Länge betrifft. Was die Rumpfform betrifft, so habe ich diese in einer Meßeinrichtung aus früheren rMM - Jahren überprüft. Bei der ARTR aus der Vorserie ist der Rumpf etwa der rMM entsprechend ausgefallen, lediglich am Heck ergab sich ein etwas breiterer und damit flacherer Verlauf.

Rumpfkontrolle.jpg
Rumpfkontrolle.jpg (403.18 KiB) 94 mal betrachtet
Meßeinrichtung

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9d-2014-Heck-klc.jpg (555.86 KiB) 94 mal betrachtet
Heck rMM 2014

10d-NMM-Heck-klc.jpg
10d-NMM-Heck-klc.jpg (626.28 KiB) 94 mal betrachtet
Heck NMM


Ich werde in Kürze eine aktuelle NMM Kit bauen und darüber berichten, dann auch über die Rumpfform.

Was ich noch vermessen habe, sind die Materialstärken der Rümpfe und der Decks:

Tabelle folgt

Ich fand Wandstärken vor, die nach meinen Erfahrungen auch bei der rMM üblich waren. Die Stabilität der Rümpfe und Decks ist auch beim Ausgangsmaterial ABS 1 mm völlig unproblematisch. Und so wird die zukünftige Version der NMM noch etwas leichter sein. Das ist für MMI (gemäß Klassenregel Mindestgewicht 860 Gramm) ohne Bedeutung, für deutsche Segler (Klassenregel ohne Mindestgewicht) aber schon ein interessanter Aspekt.

- Profil und Oberfläche von Ruder und Kiel
kann man bearbeiten. Ich habe dazu (etwas robuste Vorgehensweise) mal einen Schwingschleifer mit Schleifpapier Körnung 120 benutzt, um Änderungen zu erzielen, das ging relativ gut. Fotos von der unbearbeiteten und der geschliffenen Oberfläche konnten die Strukturen leider nicht sichtbar machen. Die Profiländerung sieht man aber schon:

Ruderblatt-schleifen.jpg
Ruderblatt-schleifen.jpg (243.5 KiB) 94 mal betrachtet
Die Fotoqualität ist bescheiden, rechts das "schnell mal" bearbeitete Ruderblatt - das muss natürlich noch besser und feiner beschliffen werden. Auch eine Verdünnung der Ruderblatt - Hinterkante dürfte möglich sein. Das Profil der Kielflosse dürfte auf diese Weise ebenfalls zu bearbeiten sein. Kiel und Ruder werden im Spritzgußverfahren aus ABS, gemischt mit Glasfaser hergestellt.

- Bugverstärkung
Die wurde seinerzeit konzipiert, nach meinen Erfahrungen ist die nicht zwingend erforderlich. Man kann sich also den Zusammenbau vereinfachen, einen Klebepunkt in der Bugspitze setzen und die Fixierung der Öse für die Fockbefestigung anders einbauen:

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leichter-Ausbau-2018.jpg (737.66 KiB) 94 mal betrachtet
Verstärkung Bugspitze

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Geänderte Öse

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Mit ABS-Rest verkleben.


Das ganze mit Stabilit Express o. ä. fixiert und fertig. Zugbelastungen sind überschaubar. Wer sich Sorgen macht, kann eine Zugentlastung (CFK - Röhrchen in den Rumpf) einbauen.

-Teil 17 (Schotdurchführung Fockschot) kürzen / abschleifen erfolglos
da habe ich mich nicht genau genug ausgedrückt - dazu habe ich einen Dremel mit Schleifscheibe benutzt. Abschleifen wird schwierig sein.
Es gibt noch Alternativen
https://www.sailsetc2.com/index.php/pro ... leads.html
https://www.shapeways.com/product/X33SU ... d=84799925
Aber das ist alles nicht "umsonst", und ich hoffe, dass wir die Qualität dieser Polyamid - Teile noch verbessern können.

- Zusammenbau Rumpf + Deck
ist in der Bauanleitung der Fa. Hacker im Bauschritt 16 so beschrieben, wie Du es gemacht hast.
Dein Ergebnis kann sich sehen lassen!

- Schotführung u. ä.
Das Problem der rutschenden Klemmen für die Schoten usw. auf den Bäumen gibt es schon recht lange. Die Verwendung / ergänzende Verwendung von Silikonschlauch ist ein probates Mittel.
Und die Schotführung gemäß Bauschritt 64 der o. g. Anleitung ist unpraktisch - sie wird mit der in Kürze anstehenden Überarbeitung der Anleitung geändert empfohlen.

Schotführung.jpg
Schotführung.jpg (332.73 KiB) 81 mal betrachtet
So soll das demnächst aussehen.

- Teilelisten
Die sind gerade fertig geworden, habe ich im "Bastelkeller" veröffentlicht.

Ich hoffe, Du bist nicht sauer, wenn ich deinen Thread hier derartig "befülle" - ist doch viel mehr geworden, als ich dachte ... :shock:
Wenn es Dir nicht recht ist, lösche ich das wieder und mache separaten Thread auf.

Weiterhin viel Spaß + Erfolg mit deinem Projekt.
Gruß
Martin
GER30 / MX 12
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