Meine 3D-Micro im 3D-Druck.

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GER OK 712
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Re: Meine 3D-Micro im 3D-Druck.

Beitrag von GER OK 712 »

Moin, Moin

Noch zwei Antworten auf die vorher gestellten Fragen.

Ballastgewicht:

So kommen die nicht aus der Form. Die Oberfläche ist nachbehandelt. Das sind Gußteile.
Besonders die Rückseite muß gefeilt werden. Dabei Achtung! Immer das Gewicht im Auge
behalten. Feilen und Wiegen……. Pro Ballastseite sind bei mir 200g vorgesehen.
Die Vorderseite muß nur übergeschliffen werden. Das Nachbearbeiten geht recht flott.
Ca ½h pro Seite……..

Laufzeit Drucker:

So ca. 6h dauert schon ein Segment. Andere Teile brauchen weniger Zeit.
Das hier gezeigte Mittelteil braucht laut Sliker 5 ½h. Der 3D-Druck ist nichts für Ungeduldige.
Ich brauche immer ca. eine Woche bist alle Teile ausgedruckt sind.
Fertig gedruckte Teile kann man in der Zwischenzeit schon zusammenbauen.
Sliker.PNG
Sliker.PNG (235.26 KiB) 442 mal betrachtet

Kuddel
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A-55
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Re: Meine 3D-Micro im 3D-Druck.

Beitrag von A-55 »

Hallo Kuddel,

Du hattest ja das Cockpit extrem verrundet wegen dem Drucken.

Warum hast Du eigentlich nicht auch die Deckskante verrundet, müßte doch in Punkto Gewicht und Steifigkeit auch vorteilhaft sein?

Schöne Grüße

Udo
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bora
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Re: Meine 3D-Micro im 3D-Druck.

Beitrag von bora »

Moin Kuddel,

leider hat es bei mir bisher zeitlich nie gepasst, mich in das Thema 3D Druck einzuarbeiten. Ich finde es absolut faszinierend, welche Möglichkeiten man damit hat, nicht nur im Hobbybereich. Ohne diese Möglichkeiten ist man häufig gezwungen, Lösungen mit Teilen zu finden, die vielleicht ursprünglich für einen ganz anderen Zweck hergestellt wurden.

Umgekehrt besteht aber vielleicht auch die Gefahr, dass man das Rad neu erfinden will obwohl es gar nicht nötig ist.
Ich habe auch nach längerem Hinsehen nicht verstanden, wie die „fummligen“ Leinen und der Kippbeschlag den Baum stellen sollen. Was spricht denn an der Stelle gegen ein einfaches Spannschloss? Die „Baumspitze“ finde ich auch etwas klobig. Ich mache einen kleinen Schlitz in den Baum und harze einen gelochten Carbonstreifen in den Schlitz..
Ich denke, du verstehst, was ich meine. :)


Das mit dem Segel machen ist so eine Sache. Für die Herstellung einbahniger Segel braucht es Handwerk, Geduld und etwas Geschick. Diese Hürde ist für manche schon zu hoch. Für wirklich gut funktionierende profilierte Segel braucht es zusätzlich eine Menge Erfahrung, Übung, viele vergebliche Versuche und Testmöglichkeiten. Selbst bei einem kleinen MM-Segel gibt es so viele Parameter.. Schablonenform, Profiltiefe, Pos der tiefsten Stelle an jeder Verklebung, Schnitt der Segmente, Material, Vorliekskurve, um nur die wichtigsten zu nennen. Diese Parameter beeinflussen dann, ob es überhaupt funktioniert, unter welchen Bedingungen das Segel sinnvollerweise eingesetzt wird, welche Mastkurve man braucht, wie der Twist über das Achterliek verläuft usw. usw. Ohne konkrete Hinweise kann man vielleicht irgendein Segel zusammenkleben, aber ob das dann besser segelt als ein gut gemachtes einbahniges aus vernünftigem Material, ist schon fraglich. Wenn einem dann mal ein gutes Segel für den gedachten Einsatz gelungen ist, ist die nächste Herausforderung das gleiche ggf. nochmal zu wiederholen. Dazu braucht man nicht nur ganz präzise Notizen, sondern man muss auch in der Lage sein, die Verklebungen reproduzierbar herzustellen. Jeder, der schon mal zwei Profilstücke oder eine Vorlieksverstärkung verklebt hat und dabei gemerkt hat, wie schwierig es ist eine korrekte (oder besser fast keine) Spannung auf den Teilen zu haben, weiß was ich meine. Das Netz ist nicht umsonst voll von Bildern mit „Runzel-Segeln“. Jedem normalen Bastler würde ich deshalb empfehlen, ein Segel von jemand zu kaufen, der weiß wie es geht.

Was man z.B. früher von Dirk Hiller an MM Segeln kaufen konnte, hat preislich nicht mal annähernd den Aufwand wiedergespiegelt, der dahinter steckte. Das waren nicht nur Material und Herstellung sondern auch umfangreiche Testfahrten, um die perfekten Segel zu finden. Schade, dass man ihn dazu gebracht hat, die Hobby MM Segelmacherei aufzugeben.

Aber es soll ja Leute geben, die überhaupt erst wach werden, wenn die Herausforderungen groß genug sind. Da würde sich dann so ein Workshop anbieten, vorausgesetzt man findet jemand, der Zeit und Lust hat nicht nur das Handwerk, sondern auch ein paar gute Erfahrungswerte weiterzugeben.
Grüße
Ralf
Wenn dir das Wasser bis zum Hals steht, darfst du den Kopf nicht hängen lassen.

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GER OK 712
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Re: Meine 3D-Micro im 3D-Druck.

Beitrag von GER OK 712 »

Moin, Moin

Ein schönes, gesundes und erfolgreiches Jahr für Euch alle. Und Freude mit Euren MM,s.

Entschuldigt das ich mich nicht gleich gemeldet habe. Zeitlich hatte es nicht geklappt.

@Udo

Die Deckkante Verrunden? Wird bestimmt viel Formstabilität bringen. Ich habe das deshalb nicht
gemacht weil ich die Rundungen nicht mag. Die MM hat ja die Transmini 650 als Vorbild.
Und die Boote haben auch eine verrunderte Deckkante. Dort gefällt mir das Aussehen auch nicht.
Obwohl die einen Sinn hat. Das übergehende Wasser soll nicht auf scharfe Kanten treffen.
Ja,…..es beißt sich.

@Ralf

Für den 3D-Druck braucht man schon Zeit. Das ist ein eigenes Hobby. Ich mußte mich nicht nur
mit der Maschine (3D-Drucker) beschäftigen. Und die dahinter liegende Technologie begreifen.
Ein 3D-Drucker ohne 3D-CAD ist nichts Wert. Also muß man auch das noch erlernen. Und das
macht mir viel Spaß.
Die MM ist dafür ein tolles Studienobjekt und Erstlingswerk. Die MM auf dem Bild ist schon
vor 4 Jahren entstanden. In der Zwischenzeit ist die MM in der 5.Generation von mir
weiterentwickelt. Ich habe viel Erfahrung gesammelt und diese sind in meine Boote wieder
eingeflossen. Mittlerweile drucke ich A-Classen RC-Boote.


Niederhalter:
Werde ich nochmal genauer erklären. Und Bilder einstellen.
Nur soviel. Das Prinzip ist von Finn-Dinghy.

Spannschloß ist OK….klar.
Für die Eigenherstellung benötige ich einen Linksgewindeschneider.
Und diesen hat man kaum im Hobbykeller. Mein Anspruch ist es so viel wie möglich selber
zu bauen. Darum versuche ich den Kauf des Spannschloßes zu umgehen. Die „grauen Zellen“
müßen angeschaltet werden um andere Lösungen zu finden. Und manchmal kommt etwas
neues gutes heraus. Ob das im Falle des Niederhalters Sinnvoll ist?
Eine menge Zeit sind in meine Niederhaltersysteme geflossen. Und die meisten
Lösungen finde ich auch nicht gelungen. Aber ich lerne dadurch. Das ist Lehrgeld.
Und ich finde es ist gut investiert.

Gruß Kuddel
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