Liebe Freunde der MM,
im Nachbarforum hat sich eine neue Klasse gegründet: C53! Die RG65 ist durch strengere Regeln keine "freie Konstruktionsklasse" mehr, sodass zwischen großen Klassen und sehr kleinen Booten eine Lücke entstanden ist. Die MicroMagic dient daher als Vorbild für die neue C53-Klasse.
Die C53 ist als offene Konstruktionsklasse gedacht („alles erlaubt, was nicht verboten ist“). Eckdaten sind max. 535 mm Rumpflänge, max. 1000 mm Höhe (Kiel bis Masttop) und reiner Windantrieb; eine MicroMagic soll grundsätzlich mitsegeln können.
Hier die Regeln: https://www.rc-network.de/threads/c53-d ... .12090700/
Die ersten Boote: https://www.rc-network.de/threads/c53-d ... .12090984/
Uns Diskussionen: https://www.rc-network.de/threads/c53-– ... .12082278/
Im ersten Moment könnte man meinen, dass das für die MM-Klasse nachteilig sein könnte - aber vielleicht entsteht so ja eine etwas größere Segelgruppe und mehr Regatten auch für MM-Segler?
Ich für meinen Teil finde das super spannend - ein Vergleich steht noch aus, ich bin aber in Kontakt mit einem C53-Konstrukteur.
Wie denkt ihr darüber?
Gruß
Steffen
C53-Klasse
Re: C53-Klasse
Meine persönliche Meinung?
Unnötig!
Warum:
Es gibt mit Footy und RG65 bereits etablierte Konstruktionsklassen.
Bei der MM hat sich gezeigt, daß die meisten Leute fertige Boote kaufen und segeln wollen. Für den Falls des versionierten Bastlers gibt es immer noch genügend Optionen für kreative. Und die einzigen 5 Leute die in Deutschland konstruieren können, waren bereits in RG65 aktiv und machen jetzt auch C53.
Schöne Grüße
Udo
Unnötig!
Warum:
Es gibt mit Footy und RG65 bereits etablierte Konstruktionsklassen.
Bei der MM hat sich gezeigt, daß die meisten Leute fertige Boote kaufen und segeln wollen. Für den Falls des versionierten Bastlers gibt es immer noch genügend Optionen für kreative. Und die einzigen 5 Leute die in Deutschland konstruieren können, waren bereits in RG65 aktiv und machen jetzt auch C53.
Schöne Grüße
Udo
RMM DWS
OpenTX/EdgeTx & ELRS
OpenTX/EdgeTx & ELRS
Re: C53-Klasse
Die cMM, rMM und nMM das reicht aus .
Ist preiswert, in einzelnen Ausbaustufen oder als Fertigmodell zu erwerben. Damit es was zum basteln gibt.
Sie segelt bei fast jeden Wind schnell. Gibt ja verschiedene Ballastschwerter samt Verschiedene Riggs.
Sie kann auf Regatten als Einheitsklasse segeln.
Doch wer C53 segeln will, so wie jeder möchte.
Die Entwicklung ist nicht zu stoppen.
Mir reicht meine nMM völlig aus.
Auch nur zum Spaß segeln auf der Ostsee.
MM ist Seetüchtig.
Ist preiswert, in einzelnen Ausbaustufen oder als Fertigmodell zu erwerben. Damit es was zum basteln gibt.
Sie segelt bei fast jeden Wind schnell. Gibt ja verschiedene Ballastschwerter samt Verschiedene Riggs.
Sie kann auf Regatten als Einheitsklasse segeln.
Doch wer C53 segeln will, so wie jeder möchte.
Die Entwicklung ist nicht zu stoppen.
Mir reicht meine nMM völlig aus.
Auch nur zum Spaß segeln auf der Ostsee.
MM ist Seetüchtig.
Re: C53-Klasse
Ich finde es spannend was da passiert! Und man kann mal sehen, was in dieser Bootsgröße evtl. noch möglich ist. Ob sich daraus dann eine Klasse entwickelt oder nicht ist für mich zweitrangig. In jedem Fall gibt es einen Erkenntnisgewinn.
Ich für meinen Teil plane ab diesem Jahr zumindest in der MM wieder etwas Aktivität zu entfalten. Und wenn ich Bojen lege, dann sind die C53-Segler herzlich eingeladen, mit um die Bojen zu fahren. Sollte ich auch Ergebnisse aufschreiben, wird es sicher eine reine MM-Wertung geben. Wie mit den C53 umzugehen ist, muss man dann sehen. Sollte sie immer vorne weg oder hinterher segeln, spielt es keine Rolle, wuselt sie irgendwo im Feld rum gibt es vielleicht auch eine extra Liste.
Gruß
Andreas
Ich für meinen Teil plane ab diesem Jahr zumindest in der MM wieder etwas Aktivität zu entfalten. Und wenn ich Bojen lege, dann sind die C53-Segler herzlich eingeladen, mit um die Bojen zu fahren. Sollte ich auch Ergebnisse aufschreiben, wird es sicher eine reine MM-Wertung geben. Wie mit den C53 umzugehen ist, muss man dann sehen. Sollte sie immer vorne weg oder hinterher segeln, spielt es keine Rolle, wuselt sie irgendwo im Feld rum gibt es vielleicht auch eine extra Liste.
Gruß
Andreas
-
kalle saage
- Beiträge: 278
- Registriert: 09.08.2016, 19:42
- Wohnort: Andernach
Re: C53-Klasse
MM ist MM und bleibt MM. und das ist gut so!
Die Idee mit der C53 als Konstruktionsspielwiese ist trotzdem spannend, zumal die MM als sehr gute Referenz eine einfache Bewertung von (Rumpf-)Konstruktionen bietet. Allerdings nur, wenn die Eckdaten so bleiben wie sie angegeben sind und mit konventioneller Besegelung gefahren wird.
Eine MM mit Swing- oder Unarigg hätte immer die Vorteile auf ihrer Seite im Vergleich zur Standard-MM.
Mitsegeln bei MM-Regatten? Aus meiner Sicht gerne, aber außerhalb der Wertung.
LG Kalle
Die Idee mit der C53 als Konstruktionsspielwiese ist trotzdem spannend, zumal die MM als sehr gute Referenz eine einfache Bewertung von (Rumpf-)Konstruktionen bietet. Allerdings nur, wenn die Eckdaten so bleiben wie sie angegeben sind und mit konventioneller Besegelung gefahren wird.
Eine MM mit Swing- oder Unarigg hätte immer die Vorteile auf ihrer Seite im Vergleich zur Standard-MM.
Mitsegeln bei MM-Regatten? Aus meiner Sicht gerne, aber außerhalb der Wertung.
LG Kalle
GER 1312 dx6 2,4 ghz
Re: C53-Klasse
Steffen, nachträglich willkommen im Club und danke für die Info!
Da haben sich einige ambitionierte Hobby-Konstrukteure zusammengesetzt und eine neue Spielwiese geschaffen. Ich denke, es geht in erster Linie ums Konstruieren mit möglichst wenig Limitierung und Vergleichen der Ergebnisse. Ich bin gespannt, auf die Entwicklungen.
Ich finde diesen Weg jedenfalls deutlich besser als die früheren Versuche, die deutschen MM-Regeln in Richtung Konstruktionsklasse zu verbiegen.
Für mich bestätigt es, dass auch diese Tüftler der Meinung sind, dass der MM-Rahmen perfekt ist, um bei jedem Wetter von spaßig bis ambitioniert zu Segeln.
Ohne langes Nachdenken, mal ein ganz kurzer Vergleich der aktuell veröffentlichten Regelversion C53 mit den deutschen MM Bauvorschriften:
Segelfläche deutlich größer möglich
Profilsegel/Wings… möglich
Rumpf Form/Material komplett frei
Tiefgang größer möglich
Schwenkkiel, Foils, Breite, Gewicht nicht limitiert.
Dass man die MM trotzdem als Benchmark sieht, zeigt den Respekt vor der alten Konstruktion.
Mit den heutigen Möglichkeiten darf man schon allein von der Freistellung der Rumpfform eine Performance- Verbesserung erwarten. Zusammen mit den anderen Freiheitsgraden kann es bei einem Vergleich eigentlich nur darum gehen herauszufinden, wieviel man schneller geworden ist.
Allerdings –wenn ich nichts übersehen habe- lassen die fehlenden Limitierungen innerhalb des vorgegebenen Rechtecks 1000/535mm vom foilenden America’s Cupper über Imoca- bis zu Sail GP- Konstruktionen so ziemlich alles zu, was schwimmt und Segel hat. Bestimmt sehr spannend zu sehen, wie sich bei gelegentlichen Treffen die einzelnen Ansätze bei unterschiedlichen Bedingungen verhalten – aber mehr auch nicht. Da sind viel zu viele Varianten denkbar. Ich würde zumindest bezweifeln, dass ein vorgegebenes Rechteck schon sinnvoll eine Klasse definiert.
Der Werbetext, der die „neue Klasse“ vorstellt, hört sich für mich an, als ob eine KI die Segeleigenschaften der Micro Magic mit dem Geschmack von Freiheit und Abenteuer des Marlboro Man zusammengemixt hätte. Er hat mich jedenfalls zum Schmunzeln gebracht. Die Regeln sind natürlich einfach, aber ergibt das auch einfache Boote? Und warum findet ein Einsteiger daran Spaß und woraus erschließen sich die Eigenschaften erschwinglich und leicht zu bauen? Das muss aber -wenn überhaupt- woanders besprochen werden.
Für den MM-Segler, der mit wenig Aufwand mit selbst gebauten, gebraucht gekauften, neuen oder 10, 15 Jahre alten Booten auf Augenhöhe mit anderen Spaß haben möchte, ändert sich dadurch nichts. Er segelt nach wie vor mit einem der besten Boote, die man im RC-Bereich kaufen kann.
Weil das Wort benutzt wird: Eine Konstruktionsklasse ist weder günstig noch kontinuierlich. Wenn man ernsthaft vorne mitsegeln will, kommt man um die Anschaffung neuerer, besserer Konstruktionen nicht herum. Alte, langsamere Konstruktionen verlieren überdurchschnittlich schnell an Wert. Und eine neu gestartete Konstruktionsklasse, lässt natürlich besonders häufige Verbesserungen erwarten. Wer das nicht entwickeln und bauen kann, sondern kaufen muss, wird eher früher als später ins Grübeln kommen.
Trotzdem, ich finde den Ansatz High-Tech in MM-Größe interessant. Daran ändert auch ein etwas dick aufgetragener Werbetext nichts.
Aber das ist natürlich nur meine Meinung.
Grüße
Ralf
Da haben sich einige ambitionierte Hobby-Konstrukteure zusammengesetzt und eine neue Spielwiese geschaffen. Ich denke, es geht in erster Linie ums Konstruieren mit möglichst wenig Limitierung und Vergleichen der Ergebnisse. Ich bin gespannt, auf die Entwicklungen.
Ich finde diesen Weg jedenfalls deutlich besser als die früheren Versuche, die deutschen MM-Regeln in Richtung Konstruktionsklasse zu verbiegen.
Für mich bestätigt es, dass auch diese Tüftler der Meinung sind, dass der MM-Rahmen perfekt ist, um bei jedem Wetter von spaßig bis ambitioniert zu Segeln.
Ohne langes Nachdenken, mal ein ganz kurzer Vergleich der aktuell veröffentlichten Regelversion C53 mit den deutschen MM Bauvorschriften:
Segelfläche deutlich größer möglich
Profilsegel/Wings… möglich
Rumpf Form/Material komplett frei
Tiefgang größer möglich
Schwenkkiel, Foils, Breite, Gewicht nicht limitiert.
Dass man die MM trotzdem als Benchmark sieht, zeigt den Respekt vor der alten Konstruktion.
Mit den heutigen Möglichkeiten darf man schon allein von der Freistellung der Rumpfform eine Performance- Verbesserung erwarten. Zusammen mit den anderen Freiheitsgraden kann es bei einem Vergleich eigentlich nur darum gehen herauszufinden, wieviel man schneller geworden ist.
Allerdings –wenn ich nichts übersehen habe- lassen die fehlenden Limitierungen innerhalb des vorgegebenen Rechtecks 1000/535mm vom foilenden America’s Cupper über Imoca- bis zu Sail GP- Konstruktionen so ziemlich alles zu, was schwimmt und Segel hat. Bestimmt sehr spannend zu sehen, wie sich bei gelegentlichen Treffen die einzelnen Ansätze bei unterschiedlichen Bedingungen verhalten – aber mehr auch nicht. Da sind viel zu viele Varianten denkbar. Ich würde zumindest bezweifeln, dass ein vorgegebenes Rechteck schon sinnvoll eine Klasse definiert.
Der Werbetext, der die „neue Klasse“ vorstellt, hört sich für mich an, als ob eine KI die Segeleigenschaften der Micro Magic mit dem Geschmack von Freiheit und Abenteuer des Marlboro Man zusammengemixt hätte. Er hat mich jedenfalls zum Schmunzeln gebracht. Die Regeln sind natürlich einfach, aber ergibt das auch einfache Boote? Und warum findet ein Einsteiger daran Spaß und woraus erschließen sich die Eigenschaften erschwinglich und leicht zu bauen? Das muss aber -wenn überhaupt- woanders besprochen werden.
Für den MM-Segler, der mit wenig Aufwand mit selbst gebauten, gebraucht gekauften, neuen oder 10, 15 Jahre alten Booten auf Augenhöhe mit anderen Spaß haben möchte, ändert sich dadurch nichts. Er segelt nach wie vor mit einem der besten Boote, die man im RC-Bereich kaufen kann.
Weil das Wort benutzt wird: Eine Konstruktionsklasse ist weder günstig noch kontinuierlich. Wenn man ernsthaft vorne mitsegeln will, kommt man um die Anschaffung neuerer, besserer Konstruktionen nicht herum. Alte, langsamere Konstruktionen verlieren überdurchschnittlich schnell an Wert. Und eine neu gestartete Konstruktionsklasse, lässt natürlich besonders häufige Verbesserungen erwarten. Wer das nicht entwickeln und bauen kann, sondern kaufen muss, wird eher früher als später ins Grübeln kommen.
Trotzdem, ich finde den Ansatz High-Tech in MM-Größe interessant. Daran ändert auch ein etwas dick aufgetragener Werbetext nichts.
Aber das ist natürlich nur meine Meinung.
Grüße
Ralf
GER 188
2,4 GHz
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