Sender und Empfänger

Micro Magic Technik und Zubehör
Matthias
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Re: Sender und Empfänger

Beitrag von Matthias »

Hey Ralf,

Das ist ein guter Typ. Ja in erster Linie werde ich mich auf andere Dinge als auf das Achterstag konzentrieren.

Wie genau funktioniert denn ein solches Focktrimmservo? Was soll hier angesteuert werden?
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bora
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Re: Sender und Empfänger

Beitrag von bora »

.. mit einem Focktrimmservo stellt man den Fockspalt ein. Man befestigt dafür z.B. den „Festpunkt“ der Fockschot nicht am Rumpf sondern am Servo.

Ausgehend von einer Grundeinstellung kann man damit die Fock relativ zum Groß ein paar Grad weiter öffnen oder dichter nehmen.

Auch dabei muss man aber genau wissen, was man tut..

Bei sehr leichtem Wind wird eine MM irgendwann leegierig. Etwas mehr Öffnung der Fock kann das (in Grenzen) reduzieren.

Bei auffrischendem Wind mit zunehmender Krängung wird das Boot luvgierig. Dann kann eine etwas dichtere Fock vorne mehr Druck aufbauen und man kann evtl. ohne aufzufieren noch weiter am Wind segeln.

Bei richtig starkem Wind verhindert eine dichte Fock allerdings das Wenden, auch mit schwerem Kiel. Selbst mit etwas offenerem Anlauf und schnellem Ruder legen kommt der Bug nicht durch den Wind. Dann musst du nach dem Ruder legen sofort den Fockspalt vergrößern. Damit kann man evtl. noch wenden, wenn das eigentlich schon nicht mehr gehen würde.

Daneben kann ein Focktrimmservo helfen gerade am Anfang überhaupt erst mal den richtigen Fockspalt für das eigene Schiffchen zu finden, ohne dass man zur Einstellung ständig ans Ufer fahren muss.

Wie gesagt, muss man nicht haben, ist Spielerei aber wenn schon Spielerei, dann meiner Meinung nach am ehesten sowas. Oder gleich zwei Servos für Fock und Groß, die man beide z.B. über seitliche Drehschieber am Sender separat trimmen kann. Das ist dann große Spielerei ;)

Grüße
Ralf

Die obigen Situationsbeschreibungen gehen gehen davon aus, dass man mit einem bestehenden Trimm in eine geänderte Windsituation kommt und dann das Focktrimmservo als Sofort-Hilfe nutzt. Natürlich kann man den Trimm auch am Ufer manuell entsprechend anpassen.
GER 188
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kalle saage
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Re: Sender und Empfänger

Beitrag von kalle saage »

Hallo Matthias,
Auch ich verwende Spektrum, aber die dx6.
Mode2: Segelsteuerung auf Gasknüppel links; Ruder auf Quer rechts;

Zusätzlich folgende Features:
Segelverstellung über die „Gaskurve“ so eingeregelt , dass ich das Segel von dicht bis Halbwind auf etwa 2/3 Knüppelweg steuern kann und auf dem letzten Drittel das Segel dann über Raumschot voll öffne.
Das Ruder hat, über Schalter ein-/ausschaltbar, ein Expo von 20%. Damit kannst du sehr feinfühlig um die Nulllage steuern, was sehr hilft hoch am Wind, vor allem aber vor dem Wind. Wenn das Boot im Getümmel springen muss, ausschalten.

Das Focktrimmservo fahre ich bei einem anderen Boot über das Höhenrücken und über den flugphasenschalter ( Mischer). Funktioniert wie von Ralf beschrieben. Kurz öffnen oder schließen über Knüppel, länger halten über Schalter.
Muss man bei Spektrum leider erspielen, aber man kann eigentlich alles hinbekommen.

Da mein Sender auch Sprachausgabe hat, habe ich auch die startmaschine immer dabei. Zusätzliche Box über den Kopfhörer.

Grüße kalle
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Matthias
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Re: Sender und Empfänger

Beitrag von Matthias »

Ja alles eine große Spielerei. Mit dem ganzen einstellen an der Funke kenne ich mich bisher nicht aus. Heißt da noch etwas fit werden.

Aber mal zu den ganzen Möglichkeiten der Servos. Ist da wirklich soviel Platz im Rumpf das man da soviele von einbauen kann? Heftig.

Könnt ihr mir mal euer Innenleben der MM zeigen?
kalle saage
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Re: Sender und Empfänger

Beitrag von kalle saage »

Hihi-
das andere Boot ist bei mir eine Rubin da ist etwas mehr Platz. In meinen MM‘s fahren 2, allenfalls 3 Servos.

Den Rekord hält nach meiner Kenntnis Henning Dresel 3981 mit 6 Servos in seiner Hippo light.
Dicht dahinter arjan mit 4 Servos aber auch mit Genua.
GER 1312 dx6 2,4 ghz
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bora
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Re: Sender und Empfänger

Beitrag von bora »

Im Archiv unseres Forums unter „Meine Micro Magic“ (vorher einloggen) findet man so einige Spielereien. Ein paar von meinen sind in diesem thread https://micromagic-rc-segeln.de/ext-arc ... 177&page=1 dargestellt.

Da sieht man auch Servobrettchen mit den oben erwähnten parallel laufenden Servos für Groß und Fock. Das Fockservo sitzt direkt unter Deck und ist ohne Umlenkung direkt mit dem Baum verbunden – allerdings etwas weiter vorne als normal. Damals konnte man Unterhaltungen über Vor-/Nachteile von Focktrimmservo oder Großtrimmservo lesen. Ich habe mir dann gedacht, ich baue mal so, dass man beides kann.

Was tatsächlich einen Unterschied gemacht hat, war die Möglichkeit, mit der Fernsteuerung den Akku über die ganze Bootslänge zu verschieben. Leider war das am Ende nicht mit der im damaligen Regeltext beabsichtigten Einschränkung kompatibel. Ich habe bei späteren Booten dann einen von außen manuell verstellbaren Akkuschlitten eingebaut. Den Regeltext zu diesem Thema haben wir bei der letzten Überarbeitung etwas eindeutiger formuliert ;)

Die von Kalle erwähnte Hippo Light findet man hier https://micromagic-rc-segeln.de/ext-arc ... l?tid=1806

Ein „normales“ Innenleben sieht eher so aus wie in den Bauanleitungen.

Grüße
Ralf
GER 188
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Matthias
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Re: Sender und Empfänger

Beitrag von Matthias »

GER30 hat geschrieben: 14.10.2021, 13:40 Hallo Matthias,

das Thema Fernsteuerung wurde mal hier
viewtopic.php?f=10&hilit=FlySky&p=4556& ... 9c816ce028
in etwas anderem Zusammenhang behandelt.

Die dort angesprochene FlySky ist eine kostengünstige und gute Lösung, die ich neben meiner momentan noch eingesetzten Graupner Funke MX 12 (welche seit Jahren ihren Job gut macht) für einen zukünftigen Einsatz mal getestet habe. Auch mit einer Anlage von Spektrum habe ich vor vielen Jahren brauchbare Erfahrungen gemacht - damals (!) verlor meine Spektrum 6 - Anlage manchmal bei größeren Flotten die Bindung.

Es gibt neben Graupner, FlySky, Spektrum etc. natürlich noch andere gute andere Lösungen - für die MM reichen kostengünstige Standardgeräte / Sets aus.

Die Knüppelbelegung kannst Du nach persönlichen Vorlieben auswählen. Wenn Du mit "gefedert" die Knüppel - Rückstellung meinst, kannst Du die meistens mechanisch um/ausbauen und in den Anlageneinstellungen die Knüppelzuordnungen auf diverse "Mode" umstellen.

Meine persönliche Lösung sind Anlagen in Mode 2 ("Gasknüppel" links). Da baue ich (falls vorhanden) die Feder und die "Ratsche" links aus, um die Segel feinfühlig in jeder beliebigen Position einstellen und unverändert belassen zu können. Ruder liegt dann rechts auf selbstneutralisierendem Knüppel ohne Ratsche.

Viel Erfolg,
Gruß
Martin
Hey Martin,

ich habe mal ein wenig im Netz geschaut.

Was sagst du zu dieser hier?

https://www.ebay.de/itm/353615619903?ha ... SwZi5d51IJ

Das ist die Flysky FS-i6X. Soll ja eine Generation weiter sein als die i6.

Lt. Angaben auch CE Zertifikat - gibt es hier noch irgendetwas zu beachten ? Sind die Funken eigentlich im Menü auf Deutsch ?
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Marco
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Re: Sender und Empfänger

Beitrag von Marco »

Hallo Matthias,

die FS-i6X kannst du natürlich nehmen. Der Empfänger ist allerdings die etwas schwerere Variante FS-IA6B, statt des FS-IA6, aber hier reden wir nur über ein paar Gramm (10g vs. 7g). Weiterhin ist der FS-IA6B HV-fähig (bis 8,4V). Der FS-IA6 kann lt. Spezifikation 6,5V ab. Ich betreibe ihn aber auch problemlos mit einem 2-Zellen LiFePo mit 6,6V.

Hier mals die Spezifikationen beider Empfänger vom Hersteller:

FS-IA6
FS-IA6B

Die FS-i6X hat ab Werk 10 Kanäle, der Empfänger in diesem Set aber nur 6 Kanäle, was für die MM aber vollkommen egal ist. Reichweite, Kanalauflösung und Übertragungsprotokoll sind bei beiden Fernsteuerungen gleich. Auch hier die Spezifikationen vom Hersteller:

FS-i6X
FS-i6

Was mit der FS-i6X nach meinen Informationen nicht funktioniert ist das aufspielen der FlyPlus-Firmware.
Die Firmware würde aus der FS-i6 dann auch 10- bzw. sogar 12-Kanal-Fernsteuerung machen.
Für unsere Zwecke unterscheiden sich die beiden Fernsteuerungen aber so gut wie gar nicht.
Auch die Menüsteuerung ist bei beiden gleich, aber es halt beides "China-Fernsteuerungen" sind mit englischer Menüführung.

Wichtig ist m. E., dass es eine programmierbare Fernsteuerung ist, so dass du Mischer und Servowege programmieren kannst.
Das geht bei beiden Fernsteuerungen gleich (schlecht), schlecht in dem Sinne, dass man sich, was auch bei anderen Fernsteuerungen so sein wird, in die Menüführung und Programmierung einarbeiten muss.

Ich habe bei einem Modell noch bei anderen Modellen ein paar Fernsteuerungen der Graupner MX-Serie im Einsatz. Diese gab es zumindest mit deutscher Menüführung. Ich denke, das wir auch immer noch so sein. Hier bewegt sich das ganze, wenn man nicht gerade Glück hat und gebraucht z. B. eine MX-12 ergattert, in einem anderen Preissegment. Für einen passenden Empfänger legt man aber auch gebraucht hier 20 - 30,- € auf den Tisch.

Ich hoffe, ich habe deine Fragen beantwortet. ;)

Viele Grüße

Marco
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Matthias
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Re: Sender und Empfänger

Beitrag von Matthias »

bora hat geschrieben: 16.10.2021, 18:26 Im Archiv unseres Forums unter „Meine Micro Magic“ (vorher einloggen) findet man so einige Spielereien. Ein paar von meinen sind in diesem thread https://micromagic-rc-segeln.de/ext-arc ... 177&page=1 dargestellt.

Da sieht man auch Servobrettchen mit den oben erwähnten parallel laufenden Servos für Groß und Fock. Das Fockservo sitzt direkt unter Deck und ist ohne Umlenkung direkt mit dem Baum verbunden – allerdings etwas weiter vorne als normal. Damals konnte man Unterhaltungen über Vor-/Nachteile von Focktrimmservo oder Großtrimmservo lesen. Ich habe mir dann gedacht, ich baue mal so, dass man beides kann.

Was tatsächlich einen Unterschied gemacht hat, war die Möglichkeit, mit der Fernsteuerung den Akku über die ganze Bootslänge zu verschieben. Leider war das am Ende nicht mit der im damaligen Regeltext beabsichtigten Einschränkung kompatibel. Ich habe bei späteren Booten dann einen von außen manuell verstellbaren Akkuschlitten eingebaut. Den Regeltext zu diesem Thema haben wir bei der letzten Überarbeitung etwas eindeutiger formuliert ;)

Die von Kalle erwähnte Hippo Light findet man hier https://micromagic-rc-segeln.de/ext-arc ... l?tid=1806

Ein „normales“ Innenleben sieht eher so aus wie in den Bauanleitungen.

Grüße
Ralf

Du hast aber echt viele Boote gebaut. Man Man das finde ich aber cool. Hast du die denn noch alle ?
Matthias
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Re: Sender und Empfänger

Beitrag von Matthias »

Marco hat geschrieben: 17.10.2021, 21:16 Hallo Matthias,

die FS-i6X kannst du natürlich nehmen. Der Empfänger ist allerdings die etwas schwerere Variante FS-IA6B, statt des FS-IA6, aber hier reden wir nur über ein paar Gramm (10g vs. 7g). Weiterhin ist der FS-IA6B HV-fähig (bis 8,4V). Der FS-IA6 kann lt. Spezifikation 6,5V ab. Ich betreibe ihn aber auch problemlos mit einem 2-Zellen LiFePo mit 6,6V.

Hier mals die Spezifikationen beider Empfänger vom Hersteller:

FS-IA6
FS-IA6B

Die FS-i6X hat ab Werk 10 Kanäle, der Empfänger in diesem Set aber nur 6 Kanäle, was für die MM aber vollkommen egal ist. Reichweite, Kanalauflösung und Übertragungsprotokoll sind bei beiden Fernsteuerungen gleich. Auch hier die Spezifikationen vom Hersteller:

FS-i6X
FS-i6

Was mit der FS-i6X nach meinen Informationen nicht funktioniert ist das aufspielen der FlyPlus-Firmware.
Die Firmware würde aus der FS-i6 dann auch 10- bzw. sogar 12-Kanal-Fernsteuerung machen.
Für unsere Zwecke unterscheiden sich die beiden Fernsteuerungen aber so gut wie gar nicht.
Auch die Menüsteuerung ist bei beiden gleich, aber es halt beides "China-Fernsteuerungen" sind mit englischer Menüführung.

Wichtig ist m. E., dass es eine programmierbare Fernsteuerung ist, so dass du Mischer und Servowege programmieren kannst.
Das geht bei beiden Fernsteuerungen gleich (schlecht), schlecht in dem Sinne, dass man sich, was auch bei anderen Fernsteuerungen so sein wird, in die Menüführung und Programmierung einarbeiten muss.

Ich habe bei einem Modell noch bei anderen Modellen ein paar Fernsteuerungen der Graupner MX-Serie im Einsatz. Diese gab es zumindest mit deutscher Menüführung. Ich denke, das wir auch immer noch so sein. Hier bewegt sich das ganze, wenn man nicht gerade Glück hat und gebraucht z. B. eine MX-12 ergattert, in einem anderen Preissegment. Für einen passenden Empfänger legt man aber auch gebraucht hier 20 - 30,- € auf den Tisch.

Ich hoffe, ich habe deine Fragen beantwortet. ;)

Viele Grüße

Marco
Hey Marco,

vielen Dank.

Ich habe mal eben nach der Graupner MX12 geschaut. Da gibt es ja bei ebay-Kleinanzeigen schon faire Angebote. AB 30 EUR alles dabei.

Ist die MX12 denn besser als die Flysky ?
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